Samstag, 29. August 2015

Rezension! Open Road Summer - Emery Lord

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Infos


Englischer Titel: Open Road Summer
Verlag: Gulliver
Seiten: 380
Erscheinungsjahr: 2015

Es soll der Sommer ihres Lebens werden: Reagan hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und will endlich ihr Leben in den Griff kriegen. Sie begleitet ihre beste Freundin, den Country-Star Lilah Montgomery, auf einer ausverkauften Tour durch die USA. Lilah hat selbst mit Liebeskummer zu kämpfen und die beiden Mädchen vertrauen auf ihre unendliche Freundschaft. Bis der charismatische Matt Finch als Opening Act angeheuert wird und nicht nur Reagans Gefühle komplett durcheinanderbringt ...
Ein Roman zum Wohlfühlen – voller Liebe und Musik, und darüber, dass das Herz den richtigen Weg weist, wenn man nur auf es hört.

Cover


 Mir gefallen beide Cover wirklich gut, aber ich persönlich finde das deutsche Cover dann doch ein bisschen besser als das englische. Es vermittelt viel mehr, dass es sich bei diesem Buch in erster Linie um eine Geschichte über Freundschaft handelt, während das englische eher die Sache mit Matt in den Vordergrund stellt. Es passen aber beide toll, denn beide Seiten sind wichtig für die Geschichte. 
Der Titel "Open Road Summer" stammt aus einem Songtext von Delilah und passt einfach großartig zu dem Buch. 

Zum Inhalt

  
„Sunglasses, a country song, and a steering-wheel drummer, y’all, turn up the volume—it’s an open road summer.“
 "Open Road Summer" ist der Debütroman der amerikanischen Autorin Emery Lord, von dem ich mir die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft erhofft hatte, einen Roadtrip quer durch die USA. Bekommen hab ich so viel mehr: Vielschichtige Charaktere, die alle ihre eigenen Stärken und Schwächen haben, eine tolle Geschichte und einen absolut süßen Sommerflirt.
Alles beginnt mit Reagan und ihrer besten Freundin Delilah, genannt Dee, die am Anfang des Buches zu einer Tour durch die USA aufbricht und Reagan im Tourbus mitnimmt. Die beiden sind als Team einfach unschlagbar, Freundinnen seit der Grundschule, immer für einander da und unglaublich beschützerisch. Sie teilen alles miteinander, es gibt keine Geheimnisse zwischen ihnen und am besten hat mir gefallen, dass Reagan nie auf ihre Freundin eifersüchtig war. Sie unterstützt Dee mit aller Kraft und ich unglaublich stolz auf sie. Aber nicht nur gemeinsam sind sie großartig, auch jeder für sich allein ist ein toller Charakter mit vielen Facetten. 
Nachdem sie einige Male mit der Polizei in Kontakt gekommen war und sich von ihrem Freund getrennt hat, will Reagan ihr Leben komplett umkrempeln. Sie versucht immer das Richtige zu tun, auch wenn es ihr nicht immer gelingt. Mir hat besonders gut gefallen, dass ihr innerer Kampf wirklich nachvollziehbar dargestellt wird und ich konnte auch verstehen, wenn sie einmal die falsche Entscheidung trifft. Es gibt nur einen Menschen, den sie auf keinen Fall verletzen möchte: ihre beste Freundin Dee, die Reagan in ihrer schlimmsten Zeit immer wieder aufgeholfen hat. 
Doch auch Dee's Leben ist nicht so perfekt, wie es von außen scheint. Das Leben als Star bringt gute Seiten, ausverkaufte Konzerte, schöne Kleider, Geld, Reisen, mit sich und Dee ist glücklich ihren Traum leben zu dürfen. Das Buch zeigt allerdings auch die Schattenseiten diese Lebens. Dee hat keine Privatssphäre, kann nirgends alleine hingehen, muss immer perfekt sein, denn sonst könnte ihre Karriere den Bach runter gehen. Dass sie eigentlich schrecklichen Liebeskummer hat, interessiert außer Reagan eigentlich niemanden. Als dann auch noch ein ausgewachsener Skandal ihren Traum bedroht, schein alles vorbei zu sein. 
Auftritt Matt! Er soll als Support mit auf Dee's Tour kommen und die Presse mit einer neuen Geschichte, über seine angebliche Beziehung mit Dee. Der süße Matt, mit dem sich Reagan ständig in die Wolle kriegt und der genau weiß, wie er ihr Blut zum Kochen bringt. Ich finde es gut, dass hier keine Dreiecksgeschichte Reagan-Matt-Dee vorkommt, so wie ihm Klappentext angedeutet. Die Geschichte zwischen Matt und Reagan ist richtig süß und auch wenn mich das fast schon obligatorische Drama ziemlich genervt hat, ist ihre Geschichte im Vergleich zu anderen Romanen viel greifbarer und hat mich viel mehr in ihren Bann gezogen. Dennoch kann ich leider nicht die volle Punktezahl vergeben, denn wie schon gesagt, das Drama wirkte einfach zu konstruiert.

Fazit


 "Open Road Summer" ist ein toller Road-Trip-Roman über Freundschaft, Liebe und das große Abenteuer sich selbst zu finden.

Dienstag, 18. August 2015

Rezension! The Fill-In Boyfriend - Kasie West

 

Infos


Deutscher Titel: leider noch keine Infos
Verlag: HarperTeen
Seiten: 352
Erscheinungsjahr: 2015

Inhaltsangabe (von mir übersetzt)
Als Gia Montgomerys Freund, Bradley, sie am Parkplatz ihres Abschlussballs stehen lässt, muss sie schnell überlegen. Denn schließlich hat sie ihren Freundinnen seit Monaten von ihm erzählt und das sollte die Nacht sein, in der sie bewies, dass er existierte. Als sie einen süßen Jungen, der auf seine Schwester wartet, sieht, braucht sie seine Hilfe. Die Aufgabe ist einfach: er soll als ihr Freund einspringen - zwei Stunden, keine Verpflichtungen, ein paar Notlügen. Danach kann sie den echten Bradley zurückgewinnen.
Das Problem ist, dass sie am Tag nach dem Abschlussball nur an den falschen Bradley denken kann, von dem sie nicht einmal den Namen weiß. Gia schuldet ihm immer noch einen Gefallen und seine Schwester stellt sicher, dass er den auch einfordert: die Abschlussparty seiner Ex - drei Stunden, keine Verspflichtungen, ein paar Notlügen.
Gerade als Gia sich fragt, ob sie aus dem falschen Freund einen richtigen machen kann, kommt Bradley in ihr Leben zurück, deckt die Lügen auf und droht ihre Freundschaften und ihre neugefundene Beziehung zu zerstören.

Cover


Ich werde eine Petition starten - für innovativere Cover für YA-Contemporary-Romane!

Zum Inhalt


Ich hab mich wirklich bemüht das Buch zu mögen, aber es hat nur halbwegs geklappt. Es begann eigentlich ganz vielversprechen, denn ich hab schon öfter zugegeben, dass ich diese "Lass uns eine Beziehung faken, aber dann verlieben wir uns doch"-Geschichten mag. Sie sind meist nicht besonders anspruchsvoll, aber süß und können mich einige Stunden unterhalten.

Bei diesem Buch steht und fällt so gut wie alles mit der Protagonistin Gia Montgomery und es fällt... tief....
Gia ist praktisch perfekt - hübsch, beliebt, reich, Schülersprecherin, hat perfekte Eltern und Freunde und trotzdem schafft sie es mir ihrer Unsicherheit und ewigen Nörgelei, dass ich das Buch am liebsten an die Wand geklatscht hätte. Ihre Eltern machen sich Sorgen um sie, das ist nicht auszuhalten und ihre Freunde würden sie niemals mögen, wenn sie auch nur einmal aus der Reihe tanzte - das glaubt sie zumindest. Darum beginnt sie ein Lügennetz zu spinnen, das sich immer enger um sie herum zusammenzieht. Natürlich ist Gias Leben nicht perfekt und es wird im Laufe des Buches immer deutlicher, dass sie auch richtige Probleme hat, aber bis zu dem Zeitpunkt ging sie mir so auf die Nerven, dass ich keine Sympathie für sie aufbringen konnte.
Ihre Familie und Freunde konnten bei mir auch nicht wirklich punkten. Ihre Eltern gehen der Harmonie wegen Konflikten aus dem Weg und auch sonst scheinen sie Gefühle nicht zeigen zu können. Das Wichtigste ist für sie den Schein der Perfektion zu wahren. Gias Bruder ist am College, lässt sich nur am Wochenende mal blicken und hält seine kleine Schwester für ein hohles Modepüppchen, dessen Hauptlebenszweck ist, immer und überall die beliebteste zu sein. Von Geschwisterliebe keine Spur.
Gias Freunde Claire und Lainey und auch ihre Feindin Jules sind so eindimensional und austauschbar wie Pappaufsteller. Mal ehrlich, wie doof müssen Claire und Lainey sein, dass sie den Zickenkrieg vor ihren Augen nicht mitbekommen.
Aber zum Glück gibt es da noch ein paar Dinge, die das Buch dann doch noch retten!
Die Wichtigsten? Hayden und Bec, die Gia dann doch dazubringen etwas umzudenken und zu erkennen, dass das Leben nicht nur daraus besteht, der beliebtesten Clique anzugehören und den heißesten Freund zu haben. Bec entwickelt nach und nach eine Freundschaft mit Gia und dadurch sieht Gia, dass sie nicht immer perfekt sein muss um Freunde zu finden.
Hayden kann man mit nur einem Wort beschreiben: Süß! Er ist fürsorglich, liebt seine Familie und ganz besonders seine Schwester. Seine Beziehung mit Gia, oder eher das Hin und Her zuvor ist wirklich toll beschrieben und das ist auch ein wichtiger Grund, warum ich dem Buch nicht nur 1 Stern gegeben habe. Kasie West kann Gefühle und Gedanken richtig toll beschreiben. Ihr Schreibstil ließ beinahe vergessen, dass ich einige der wichtigen Figuren eigentlich absolut nicht mochte.
Ein nettes Detail am Rande:
Die kleinen nerdigen Details, wie Haydens T-Shirts, die den Geek in mir vor Freude hüpfen ließ.

Fazit


"The Fill-In Boyfriend" ist eines dieser Bücher, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob ich sie lieben oder hassen soll. Aber Hayden, Bec & Kasie Wests Schreibstil waren mir dann doch 2 1/2 Sterne wert.

Montag, 17. August 2015

Rezension! Das Meer in deinem Namen - Patricia Koelle


Infos


Verlag: Fischer
Seiten: 560
Erscheinungsjahr: 2015
Weitere Bände:
Das Licht in deiner Stimme (2015)

Ein Buch wie warmer Sand am Meer. Wie das Rauschen der Wellen im Ohr. Wie Sonne auf unserer Haut. Niemand redet darüber, wie Carlys Eltern ums Leben kamen. Der Tod ist für sie ebenso tabu wie alles, was mit dem Meer zusammenhängt. Da bekommt sie ein Angebot. Sie soll ein altes Reetdachhaus an der Ostsee ausräumen und für den Verkauf vorbereiten. Vier Sommerwochen hat sie dafür Zeit. Für Carly die Chance, sich ihrer Angst vor dem Meer zu stellen und Abstand von ihrer unmöglichen Liebe zu gewinnen. Doch schon bald fühlt sie sich der Frau, die in dem Haus gewohnt hat und der sie sehr ähnlich sieht, seltsam nahe.

Cover


 Das Cover finde ich sehr schön, es vermittelt sofort ein bisschen Urlaubsfeeling und Fernweh nach dem Meer. Die türkisen und blauen Farbtöne passen perfekt zu dieser Art von Sommerroman.

Zum Inhalt 

 Ich habe das Buch im Rahmen der LovelyBooks-Lesechallenge im Juni bekommen und mich richtig gefreut es in den Händen zu halten.
Leider hat diese übermäßige Freude nicht lange angehalten.
Ich hatte Schwierigkeiten in das Buch hineinzufinden, denn Carly war mir zu Anfangs schlicht und einfach zu unsympathisch. Viele ihrer Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen und auch ihre unerfüllte Liebe zu ihrem (viel älteren) Professor, der an ihr aber nur beruflich und maximal freundschaftlich interessiert ist, ging mir ziemlich auf den Keks. Sie weiß, dass er verheiratet ist und Kinder hat und trotzdem wünscht sie sich, dass er mit ihr am Strand spazierengeht, damit sie eine schöne Erinnerung hat. Wirklich?
Die Geschichte konnte mich erst dann etwas begeistern, als Carly aus Berlin verschwindet und an die Ostsee zieht. Die Bewohner von Ahrenshoop fand ich sofort toll und auch Naurulokki und Hennys Leben konnten mich in ihren Bann ziehen. Ich fand die Abschnitte, die Hennys Geschichte erzählten, viel besser, als die Abenteuer, die Carly erlebt, da sie es immer noch schwer hatte Sympathiepunkte zu ergattern. Die anderen Charaktere (Jakob, Orje, Synne...) halfen dabei, Ahrenshoop und die Geschichte lebendig wirken zu lassen. Jeder ist auf seine Art wichtig für Carlys Geschichte.
Die Geschichte, die erzählt wird, weiß über weite Teile auch zu fesseln und es ist toll zu erfahren, wie Hennys Leben verlaufen ist und auch wie Carly sich weiterentwickelt.
Ein absoluter Pluspunkt ist der Schreibstil. Patricia Koelle schreibt richtig toll, sehr flüssig, romantisch und poetisch. Die Beschreibungen von Naurulokki und auch von Carlys Freunden in Berlin und Ahrenshoop haben mir wirklich gut gefallen und sind einer der Gründe, warum mir das Buch doch noch gefallen hat.


Fazit


"Das Meer in deinem Namen" ist ein luftig-leichter Sommerroman.
Hauptfigur Carly war mir zwar teilweise etwas unsympathisch, aber das wird durch den tollen Schreibstil und die Nebencharaktere wieder wett gemacht.





 

Donnerstag, 13. August 2015

Rezension! On the Fence - Kasie West

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Infos


Deutscher Titel: Die Nacht der gestohlenen Küsse
Verlag: HarperTeen
Seiten: 296
Erscheinungsjahr: 2014

Herzüberkopf, das ist Charlottes Sache nicht. Dank ihren drei älteren Brüdern und ihrem Vater, bei dem sie aufwächst, ist sie alles andere als ein typisches Mädchen. Als sie aus Geldnot einen Job in einer Modeboutique annimmt, wird Charlies Leben plötzlich von Makeup, Freundinnen und Dates bevölkert. Von ihrem verwirrenden neuen Leben als Mädchen erzählt sie des Nachts ihrem Nachbarn Braden, Sandkastenfreund und quasi vierter Bruder. Und als wäre das nicht alles schon kompliziert genug, verliebt sich Charlie – ausgerechnet in Braden. Muss sie ihre Freundschaft riskieren, um die große Liebe zu finden?

Cover


Das Cover ist ja klassisch Contemporary. Ein Junge, ein Mädchen und die Andeutung eines Sonnenunterganges - unspektakulär, aber süß.

Zum Inhalt


Nachdem ich bereits letztes Jahr drei Bücher der Autorin gelesen hatte und ihren Erzählstil sehr angenehm fand, beschloss ich ein weiteres ihrer Bücher in Angriff zu nehmen.
"On the Fence" ist ein süßer Contemporary-Roman, in dessen Zentrum die 16-jährige Charlie steht, die nach dem Tod ihrer Mutter von ihrem Vater und ihren drei älteren Brüder aufgezogen wird.
Sie ist sehr sportlich und kann mit den Jungs locker mithalten und sie schafft es auch immer wieder sie zu schlagen. Da sie ihr ganzes Leben von Männern umgeben war, sind ihre Freundschaften mit Mädchen fremd und erst durch ihren neuen Job kommt sie mit der Girly-Welt aus Mode und Make-Up so richtig in Berührung. Charlies Charakterentwicklung hat mir deshalb so gut gefallen, weil sie diese Veränderungen auch selbst möchte und nicht nur um einen Typen zu beeindrucken.
Der Teil des Buches, den ich am süßesten fand, sind die Gespräche am titelgebenden Zaun. Charlie und Braden schaffen sich hier ihre kleine Parallelwelt, wo sie über Dinge reden können, die in ihrem Leben sonst keinen Platz haben. Mit hat gut gefallen, dass bei diesen Zaungesprächen auch wirklich ernste Themen angeschnitten wurden, wie der Tod von Charlies Mum oder die Probleme, die Braden mit seinem Vater hat.
Tja, Braden... So viel Boyfriend-Potenzial, das leider nicht komplett ausgeschöpft wurde. Charlie versucht krampfhaft ihn nur als ihren Freund und 4. Bruder zu sehen und so wiederholen sich immer wieder die selben Beschreibungen seines Aussehens und seines Charakters. Auch hat mir das ewige Hin und Her zwischen Charlie und Braden nicht so gut gefallen. Dieses "Ich will unsere Freundschaft nicht riskieren" ist grundsätzlich zwar verständlich, ging mir aber trotzdem schwer auf den Keks. Ein paar Seiten weniger Drama wären da vielleicht besser gewesen.
Aber es gab auch viele Sachen, die ich richtig toll fand. Linda, Amber und Skye sind in dieser Geschichte der weibliche Gegenpol zu Charlies Familie. Es entwickeln sich langsam echte Freundschaften und Charlie lernt, dass eine Balance zwischen ihren alten und ihren neuen Freunden kein Ding der Unmöglichkeit ist. Mir hat gut gefallen, dass das ganze nicht so Schlag auf Schlag ging, sondern Charlie Zeit brauchte um sich an die Frauen in ihrem Leben zu gewöhnen.

Fazit


"On the Fence" ist ein süßer Roman, der mich zwar gut unterhalten, aber nicht begeistern, konnte. Die sympathischen Charaktere retten dabei eine etwas vorhersehbare Story, die auch mit etwas weniger Drama ausgekommen wäre.

 

Mittwoch, 12. August 2015

Rezension! Wanderer - Sand der Zeit - Amelie Murmann



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Infos


Verlag: Impress
Seiten: 360
Erscheinungsjahr: 2014
Folgebände:
Wanderer - Hüter der Zeit (2015)

Der Lebenstraum der sechzehnjährigen Emilia lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: »Palaestra Viatorum« – die renommierte Internatsschule, in der nur die Besten der Besten aufgenommen werden. Leider hapert es in Emilias sonst perfektem Zeugnis an der Kunstnote, auf die gerade diese Schule ganz besonderen Wert zu legen scheint. Doch dann trifft Emilia ausgerechnet in einer Kunstgalerie auf Max, den stellvertretenden Schulsprecher der Institution, und zwar nachdem er gerade durch ein modernes Gemälde gesprungen ist... Emilia traut ihren Augen nicht. Als sie dann noch Visionen ihrer eigenen Zukunft bekommt, scheint sich plötzlich nicht nur Max, sondern auch die Palaestra für sie zu interessieren – und lädt sie zu einer ungewöhnlichen Aufnahmeprüfung ein.

Cover


Das Cover sieht einfach toll aus, die warmen Farben, alles in einen Goldton getaucht. Ganz besonders die Sanduhr im Hintergrund und die Siluetten von Max und Emilia finde ich toll.
Ich möchte das Buch in meinen Händen halten und es würde richtig toll in meinem Bücherregal aussehen.
Lieber Verlag, bitte bring eine Printversion heraus!

Zum Inhalt


Ich entdeckte Amelie Murmann für mich bereits vor ein paar Jahren, da sie schon seit 2010 sehr erfolgreich einen Buch-Blog betreibt, den ich immer mal wieder konsultieren, wenn ich mir nicht sicher bin, ob mir ein Buch auch wirklich gefallen würde. Als dann feststand das ihr Debütroman verlegt wird, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen musste.

Emilia ist zielstrebig und lässt sich nicht von ihren Zielen abbringen. Ganz oben auf der Liste steht die Aufnahme in die Palaestra Viatorum, einer elitären Privatschule, an der nur die Besten der Besten aufgenommen werden. Allerdings steckt noch viel mehr dahinter, aber davon ahnt Emilia noch nichts, als sie in einer Galerie beobachtet, wie zwei Jungen aus einem Gemälde springen und niemand sonst das bemerkt. Emilia versucht im Laufe der Geschichte immer ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und sich nichts von anderen Personen diktieren zu lassen, was sie für mich unglaublich sympathisch machte. Sie hat keine Ahnung von ihren Fähigkeiten und auch nicht, was ihre Vergangenheit mit den Geschäften der Wanderer zu tun hat.
Max ist da das komplette Gegenteil. Er ist der begabteste Schüler an der PV und wird schon mal gerne vom Rat der Wanderer auf Solo-Missionen geschickt. Er ist mutig und diesen Mut muss er auch einige Male unter Beweis stellen, während er die verstreuten Körner des Sands der Zeit zu finden. Emilia gegenüber tritt er äußerst selbstsicher auf, teilweise schon so arrogant, das ich ihm hin und wieder gerne eine Ohrfeige verpasst hätte.
Emilia und Max sind als Protagonisten wirklich klasse, aber eine stiehlt ihnen die Show:
Elodie Elaine Kittenheim aka Kit, Emilias erste Freundin auf der PV.
Kit ist einfach großartig, eine loyale Freundin, die gerne Grenzen überschreitet. Einer meiner absoluten Lieblingsteile des Buches ist, als Kit ohne nachzudenken auf Rettungsmission aufbricht nachdem Emilia während der Schnitzeljagd verschwunden ist.
Und wenn ich von Kit schon so begeistert war, dann gibt es nur noch eine Steigerungsstufe:
Bob, der heimliche Star aller Kleiderschränke!
Aber nicht nur Emilia, Max und Kit tragen dazu bei, dass diese Geschichte so toll war, auch die restlichen Charaktere. Egal ob Florian, Anna oder Celia, jeder hat seine Aufgabe und auch die "Bösewichte" haben nachvollziehbare Motivationen, die meisten zumindest...
Amelies Art und Weise zu schreiben hat mich sofort gefesselt. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen und das Buch war fast durchgehend spannend. Die Ideen, die Amelie in das Buch einfließen lässt, sind genauso vielzählig wie großartig: Durch Gemälde zu springen, der Sand der Zeit, die Mythologie dahinter,...
Es gibt nur einen kleinen Kritikpunkt, der aber für mich nicht sehr schwerwiegend ist. Die Beziehung zwischen Emilia und Max fühlt sich etwas überstürzt an. Die kennen sich - was? zwei Wochen? - und schon sind sie unzertrennlich und Max will Emilia um jeden Preis retten.
Aber alles in allem tut dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

Fazit


Ein toller Debütroman, der vor Ideen nur so sprüht. Ich freue mich schon auf Teil 2!




Rezension! Flirt mit Nerd - Leah Rae Miller

 

Infos


Englischer Titel: The Summer I Became A Nerd
Verlag: cbt
Seiten: 350
Erscheinungsjahr: 2015

Was macht einen eigentlich zum Nerd? Na klar … heimlich Comics lesen im Bett. Zumindest fängt es so an, glaubt Maddie – blond, beliebt und Freundin des heißesten Footballstars der Schule. Manche Dinge bleiben also besser geheim. Das funktioniert auch ganz gut, bis zu dem Tag, als ihr Lieblings-Comic es nicht in ihren Briefkasten schafft. Maddie muss ernsthaft höchstpersönlich in den freakigen Comic-Laden in der Stadt. Wenn das ihre Freundinnen wüssten! Incognito, mit Riesen-Sonnenbrille und Kapuze, trifft sie dort aber Logan, den süßesten, tollsten Nerd überhaupt. Für Maddie beginnt ein verrückter Sommer voller Flirts und Versteckspiele!

Cover


Das Cover ist so richtig süß und gefällt mir viel besser als das amerikanische Original. Es wirkt wie aus einem Comicbuch geklaut und genau das passt auch so gut zur Story. "The Summer I Became A Nerd" finde ich als Titel nicht ganz so gut gelungen wie "Flirt mit Nerd", da Maddie ja nicht erst zum Nerd wird, sondern immer einer war.

Zum Inhalt


"Flirt mit Nerd" ist im Mai 2015 im cbt-Verlag zum ersten Mal auf Deutsch erschienen. Über das Buch gestolpert bin ich im Internet, wo ich nach Büchern für die Sommerferien suchte.
Dieses Buch ist so unglaublich süß und witzig, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Ich saß die ganze Zeit an meinem Lieblingsleseplatz und grinste vor mich hin, während Maddie von einem Abenteuer zum nächsten stolperte.
Alles begann mit dem Versagen des Postsystems und Maddie's gezwungenen Ausflug in den Comicbuchladen, denn niemals würde sie 5-7 Wochen auf den Comic warten.
Maddie ist eine tolle Protagonistin, die verzweifelt versucht die beiden Seiten ihres Lebens zu balancieren. Sie ist so viel mehr als die oberflächliche Zicke, die der Klappentext vermuten lässt. Ja, sie ist Cheerleader und mit einem Sportler zusammen, auf dem obersten Platz in der Schulhierarchie, aber das ist ein Schutzmechanismus, denn nie mehr will sie aufgrund ihrer Hobbies und Interessen von anderen Schülern ausgelacht werden. Ich hätte nicht gedacht, das Maddie doch so vielschichtig ist, denn ich hatte mir ein klassisches, klischeehaftes Contemporary-Püppchen erwartet.
Nach und nach kämpft sich ihr innerer Nerd ans Freie und das ist vorallem auch Logan geschuldet, der sie in seine Welt aus Fantasyrollenspielen und Comicbüchern hineinzieht und ihr zeigt, dass sie einfach ganz sie selbst sein kann, ohne dass die ganze Welt sie verstößt. Auch hat mir gut gefallen, dass Maddie bereits vor dem Zusammentreffen im Comicbuchladen seiner Eltern ein Auge auf Logan geworfen hatte, denn dadurch wird die Geschichte ihrer Freundschaft noch etwas nachvollziehbarer.
Ach ja, Logan... Der ist sicher schon auf einigen "BookBoyfriend"-Listen gelandet. Er ist süß und auch gleich zu Beginn, als die beiden sich noch nicht einmal annähernd als Freunde bezeichnet hätten, ist er da, wenn Maddie Hilfe braucht.
Besonders zu erwähnen ist hier auch Dan, der sich zu einer meiner Lieblingsfiguren überhaupt gemausert hat.
Was mein Herz bei diesem Buch aber auf jeden Fall höher schlagen lässt, ist die absolute Nerdigkeit, die Leah Rae Miller hier entstehen lässt. Das beginnt mit Comicbüchern, Pappaufstellern von Comichelden und Actionfiguren und endet mit einem LARP (Live Action Role Play Game). Ich hätte ja nicht schlecht Lust, selbst mal bei so was mitzumachen. 
Das einzige, was mich gestört hat, war das doch sehr voraussehbare Drama, das sich gegen Ende des Buches abspielt, da hätten 50 Seiten weniger der Geschichte vielleicht etwas besser getan.

Fazit


"Flirt mit Nerd" ist ein Buch, das mich mit Glücksgefühlen überschüttet hat. Es ist eine klassische Contemporary-Droge, die auch noch Tage nach dem Lesen ein dickes Grinsen hervorruft, jedesmal wenn ich daran denke.




Freitag, 7. August 2015

Monatsrückblick Juli 2015

Hallihallo meine Lieben!


Der Juli - Sommer, Sonne & Krankenhaus - hat mir viel Zeit zum Lesen beschert und da ich am LovelyBooks-Lesesommer 2015 teilnehme, kam mir das ganz recht. Mein SuB hat sich zwar nur minimal verkleinert, da ich meiner Buchkaufsucht erlegen bin und mir doch einige neue Exemplare zugelegt habe, aber kleine Schritte sind besser als gar nichts.


Gelesene Bücher


Highlight des Monats


In diesem Monat ein Highlight auszuwählen ist für mich ein Ding der Unmöglichkeit. Nur selten habe ich so viele tolle Bücher innerhalb eines Monats gelesen, da kann ich mich nicht für eines entscheiden.

Als erstes wäre da End Of Days von Susan Ee, der Abschluss der "Penryn and the End of Days"-Trilogie, der mich sprachlos zurückgelassen hat. Es gab bis jetzt nur wenige Buchreihen, die mich durchgehend so begeistert haben.

The Wrath and The Dawn von Renèe Ahdieh ist ein fantastischer Roman, angelehnt an die Geschichte von 1001 Nacht. Stundenlang hat mich die Geschichte und vorallem das Setting, ein Palast irgendwo im historischen Orient, gefesselt.

Und als letztes An Ember in the Ashes von Sabaa Tahir, an dem man in den letzten Wochen in Leser- und Bloggerkreisen nicht vorbeikam. Normalerweise bin ich bei so Hypes ja eigentlich ziemlich skeptisch, aber diese Buch hat mich begeistert. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite!

Erhaltene Bücher

  1.  Marlene Klaus - Gloria und die Liebenden von Verona
  2. Eva Völler - Zeugenkussprogramm
  3. Lisa Lercher - Faule Marillen
  4. Sabaa Tahir - An Ember in the Ashes
  5. Miranda Kenneally - Jesse's Girl
Auch dieses Mal möchte ich mich bei LovelyBooks, Marlene Klaus & Lisa Lercher für die Rezensionsexemplare von "Gloria & die Liebenden von Verona", "Zeugenkussprogramm" und "Faule Marillen" bedanken.

Donnerstag, 6. August 2015

Rezension! Zeugenkussprogramm - Eva Völler


Infos


Verlag: One
Seiten: 364
Erscheinungsjahr: 2015
Folgebände:
es ist ein Trilogie geplant

Emily kann es nicht fassen. Eigentlich wollte sie am letzten Wochenende vor ihren Abiklausuren bloß noch etwas feiern, doch dann gerät ihr Leben komplett aus den Fugen: Nach einem bewaffneten Überfall landen ihre Mutter und deren Freund Jonas im Krankenhaus, und das nur, weil Jonas sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Auf einmal sind sie alle in so großer Gefahr, dass ein Personenschützer für sie abgestellt wird. Pascal, jung und gut aussehend, sorgt bei Emily für noch mehr Pulsrasen, obwohl ihr sein Machogehabe ziemlich auf die Nerven geht. Als sich die Lage zuspitzt, muss die Familie sogar ins Zeugenschutzprogramm. Von der Großstadt geht's aufs Land - für Emily der totale Absturz. Sie will unbedingt zurück, aber im Zeugenschutz gelten harte Regeln. Und Pascal sorgt dafür, dass sie eingehalten werden - bis Emily schließlich begreift, dass der kleinste Fehler nicht nur ihr Leben in Gefahr bringt, sondern auch ihr Herz ...

Cover


Die Farben des Covers gefallen mir sehr gut. Es ist nicht überladen, sondern ganz schlicht und man bekommt gleich einen Eindruck davon, worum es in dem Buch geht. Mein Interesse hat es auf jeden Fall geweckt.

Zum Inhalt


Als erstes will ich ein herzliches Dankeschön an LovelyBooks und den Bastei-Lübbe Verlag aussprechen, durch die ich das Buch bereits vor dem offiziellen Erscheinungstermin lesen durfte.

 "Zeugenkussprogramm" wird am 13. August 2015 erscheinen und ist der erste Teil einer geplanten Trilogie. Als ich zufällig auf LovelyBooks über die Leserunde zu diesem Buch gestolpert bin, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen möchte. Als Eva Völler-Neuling war ich dann natürlich doppelt gespannt, was auf mich zu kommen würde.

Dinge, die ich mochte:

+ Emily ist ein sehr sympathischer Charakter und auch wenn sie manchmal etwas übertreibt, finde ich ihre Handlungen und Entscheidungen gut nachvollziehbar. Wenn man mich mehr oder weniger von einem Tag auf den anderen in ein Zeugenschutzprogramm stecken würden, würde ich mich auch etwas distanzieren. Emily darf ihre Freunde nicht mehr kontaktieren und auch bei neuen Bekanntschaften muss sie strikte Vorgaben einhalten.

+ Personenschützer Pascal ist nur wenig älter als Emily und für den Schutz ihrer Familie zuständig. Obwohl er nach Emily's Meinung immer wieder in ziemlich nerviges Machogehabe verfällt, ist er im Grunde ein netter Kerl. Es ist verständlich, dass er in einer Zwickmühle steckt: Auf der einen Seite sein Job mit all den Vorschriften, auf der anderen ein Mädchen, in dass er sich ernsthaft verlieben könnte.

+ Oma Gerti war für mich das Highlight des Buches. Die Schriftstellerin, die pausenlos heiße Szenen für ihren neuesten Schnulzenroman diktiert, war einfach genial und hat mich immer wieder zum Lachen gebracht. Abgesehen davon ist sie immer für Emily da und darin scheint sie manchmal die einzige zu sein.

+ Während mir Emily's Mutter eher Kopfzerbrechen bescherte, hat mir Bob gleich von Anfang an gefallen, obwohl ich doch etwas misstrauisch war. Auch die anderen Charaktere fand ich sympathisch, ganz besonders Tommy und Caro, in denen Emily vielleicht doch richtige Freunde gefunden hat.

Dinge, die mir leider nicht so ganz gefallen haben:

- Der Schreibstil gefällt mir an und für sich ganz gut, ich finde ihn toll zu lesen, flüssig und locker. Was mir nicht so gut gefällt ist, dass die Geschichte manchmal etwas zu schnell über eine gewisse Zeitdauer springt, wodurch sich auch die Sache mit Emily und Pascal für mich etwas überstürzt anfühlte, obwohl es sich über einige Monate aufgebaut hat.

- Der Krimi-Teil in "Kiss&Crime" war für mich etwas Neues, da ich normalerweise Krimis lese, in den nicht bereits von Anfang an klar war, wer der Täter ist. Leider fand ich es nur mäßig spannend, da die Suche nach dem Täter immer wieder zu sehr in den Hintergrund rückte.

Fazit


"Zeugenkussprogramm" ist ein toller Jugendroman, der "Kiss&Crime" gut verbindet. Leider gab es einige Punkte, von denen ich nicht ganz so begeistert war, was allerdings durch die tollen Charaktere wieder wett gemacht wird.
Ich werde auf jeden Fall auch in die anderen Bücher von Eva Völler hineinschnuppern.



Mittwoch, 5. August 2015

Rezensionsspecial! Lost in Stereo 1-4 - Teresa Sporrer

Tja, so kanns kommen!
Nachdem ich Dank eines Aufenthalts im Krankenhaus zwar viel Zeit zum Lesen, aber wenig zum Rezensieren hatte, hab ich beschlossen, dass ich es mir etwas leichter mache und packe 4 zusammenhängende Kurzrezensionen in einen Post.

Da ich tolle Freunde habe, die mich während meiner Krankentage mit Lesestoff versorgten, bin ich über die "Lost in Stereo"-Reihe von Teresa Sporrer gestolpert, die eine Freundin auf ihrem E-Reader hat. Solche Contemporary-Romane fallen bei mir definitiv in die Kategorie "Guilty Pleasure" und so konnte ich einfach nicht wiederstehen und hab die ersten vier Teile innerhalb weniger Tage verschlungen.

Infos:

 Verlag: Impress
Weitere Bände:
Lost in Stereo 5 - Der Rockstar in meinem Bett
Lost in Stereo 6 - Rockstars bleiben nicht zum Frühstück
Lost in Stereo 7 - Rockstars küssen besser

Verliebe dich nie in einen Rockstar

 

 Protagonistin Zoey ist schlagfertig, intelligent und leicht reizbar. Zu Anfang des Buches ist sie noch das brave Mädchen, dessen Elten ihr Leben bereits komplett geplant haben, aber das ändert sich schnell, als Zoey in der Schule einen neuen Platznachbarn bekommt. Alex ist Musiker, tätowiert und wiederholt die Klasse schon zum 2. Mal, und er versucht mit allen Mitteln Zoey dazuzubringen zu rebellieren. Was mir an Zoey so gut gefallen hat ist, dass sie sich nicht von Alex Rockstar-Gehabe beindrucken lässt, sie bildet sich ihre Meinung selbst und lässt sich dann auch nur mehr schwer von ihr abbringen. Mit ihrer sarkastischen, leicht sadistisch angehauchten Art treibt sie nicht nur Alex in den Wahnsinn, sondern sie hat mich immer wieder zum Lachen gebracht. Ein weiterer Faktor, der das Buch für mich so toll gemacht hat, sind Zoeys Freundinnen. Nell, Violet und Serena sind so herrlich durchgeknallt und erinnern mich manchmal an meine Freunde. Jede von ihnen ist etwas besonderes und ein eigenständiger Charakter. Mit Alex hingegen hatte ich anfangs einige Probleme und ich konnte ihn einen großen Teil des Buches nicht richtig einschätzen.
Die Beziehung zwischen Zoey und Alex war definitiv nicht überstürzt, was mir sehr gut gefallen hat. Ich hatte das Gefühl, dass sich Zoeys Gedanken und Gefühle nach und nach entwickelt haben und sie sich nicht von einem Moment zum anderen in Alex verliebt.
Teresa Sporrer's Schreibstil ist flüssig, locker und leicht. Es macht Spaß das Buch zu lesen und ich hatte es auch innerhalb weniger Stunden durch. 

Mein persönliches Favorite im Buch waren die vielen Songs und auch Zoeys Playliste am Ende, die sind alle auf meinem iPod gelandet.

Ja, das Buch war weder sonderlich tiefgründig noch originell, aber zum Brüllen komisch. Zoeys Gedanken und Kommentare sind so witzig, dass ich immer wieder laut los lachen musst.


Blind Date mit einem Rockstar

 

Bei diesem Buch gab es viele Dinge, die ich gut fand, leider aber auch einige, die nicht so gut liefen.
Serena war als Protagonistin wie gewohnt ziemlich verrückt und leicht emotional instabil. Es ist schon verständlich, dass Simon ihr das Herz gebrochen hat und sie deshalb verletzt ist, aber Serena verleiht dem Begriff "Dramaqueen" eine ganz neue Bedeutung. Sie schwankt zwischen Liebe und Hass so stark hin und her, dass mir beim Lesen beinahe schwindlig wurde. 
Von Simon konnte ich mir das ganze Buch über nie wirklich ein Bild machen, denn bei Serena drehte sich immer alles um die Vergangenheit, so dass sich sein Charakter erst in den letzten paar Kapiteln gezeigt hat.
Die Mädels rund um Serena sind immer noch genau so klasse wie im ersten Teil und das ist auch einer der Hauptgründe, warum mir das Buch dann doch noch ganz gut gefallen hat.
Der Schreibstil ist immer noch toll, aber nicht mehr so witzig wie noch in Band 1. Serena ist als Erzählstimme nun mal nicht so schlagfertig und bissig wie Zoey.

Ein netter 2. Teil der an den ersten leider nicht heranreicht, aber trotzdem gut unterhalten hat.


Ein Rockstar kommt selten allein

 Violet ist als Protagonistin weit weniger Dramaqueen als ihre Vorgängerinnen, was vielleicht auch an ihren empathischen Fähigkeiten liegt. Und genau diese Fähigkeiten scheinen der Grund dafür zu sein, dass sie David, Alex' Halbbruder, nach dem ersten Treffen nicht als gefühlskaltes Ekel abstempelt und einfach linksliegen lässt. Die verfressene Violet hab ich gleich in Band 1 ins Herz geschlossen, denn mit ihrer Sehnsucht nach Harmonie erinnert sie mich ein bisschen an mich selbst. Sie versucht mit allen Mitteln David zu verstehen und ihm zu helfen sein immer noch etwas zerrüttetes Leben wieder in den Griff zu kriegen, was ihr mit ihrem Talent auf Leute zuzugehen auch gelingt.
David hingegen ist sehr verschlossen, richtig abweisend, denn durch seine Vergangenheit will er niemanden zu nah an sich heran lassen.
Die Entwicklungen die Violet, David und ihre Beziehung durchmachen, waren gut geschrieben und wirkten nicht überstürzt. Sie lernten sich kennen und vertrauen und auch David entwickelt sich vom eiskalten Kerl zu jemandem, der wieder Hoffnung hatte.
Die restlichen Charaktere, die schon in den vorherigen Bänden vorkamen, sind immer noch großartig, auch wenn ich Violets Nervosität wegen der Reaktion auf ihre Beziehung zu David durchaus verstehen kann.
Da Nell, Zoey und Serena in diesem Teil leider ein bisschen in den Hintergrund rückten, war mehr Platz um eine neue Figur vorzustellen.  Natalie, die Violet zufällig in einem Fast-Food-Laden traf, fand ich sofort sympathisch, da sie etwas frischen Wind in die Clique brachte.

Alles in allem war es ein netter Roman, in dem man sich einige Stunden verlieren kann.


Rockstar weiblich sucht


 Willkommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten!
Diesmal erzählt Natalie ihre Geschichte und das ist einmal eine nette Abwechslung. Nicht nur wird Salzburg gegen New York und die USA getauscht, auch ist es diesmal die Sichtweise des Rockstars, die im Focus liegt. Natalie hat Angst, dass sie nie nur als sie selbst geliebt werden wird, sondern als "Natalie Pearce - Rockstar". Das alles ändert sich aber als sie Zoey's großen Bruder Ian trifft und die beiden eine gefakte Beziehung eingehen, damit die Paparazzi aufhörten Gerüchte über Natalies Liebesleben zu drucken. Ich muss gestehen, ich mag diese "wir faken eine Beziehung und verlieben uns dann doch"-Geschichten und so wie Teresa Sporrer sie hier aufbaut, ist die Geschichte wirklich süß. Ian ist normal, bodenständig und ihm ist herzlich egal, dass Natalie einen etwas ungewöhnlichen Beruf hat. 
Neben den schon bekannten Charakteren trifft man auch Natalies Band, für die Lost in Stereo als Support gebucht ist. Das Aufeinandertreffen von Zoey & Co mit Brandon, Jack & Nigel sorgt dabei immer wieder für witzige Situationen.

Natalies Geschichte ist genauso witzig wie ihre Vorgänger und macht richtig Spaß beim Lesen.


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