Donnerstag, 13. August 2015

Rezension! On the Fence - Kasie West

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Infos


Deutscher Titel: Die Nacht der gestohlenen Küsse
Verlag: HarperTeen
Seiten: 296
Erscheinungsjahr: 2014

Herzüberkopf, das ist Charlottes Sache nicht. Dank ihren drei älteren Brüdern und ihrem Vater, bei dem sie aufwächst, ist sie alles andere als ein typisches Mädchen. Als sie aus Geldnot einen Job in einer Modeboutique annimmt, wird Charlies Leben plötzlich von Makeup, Freundinnen und Dates bevölkert. Von ihrem verwirrenden neuen Leben als Mädchen erzählt sie des Nachts ihrem Nachbarn Braden, Sandkastenfreund und quasi vierter Bruder. Und als wäre das nicht alles schon kompliziert genug, verliebt sich Charlie – ausgerechnet in Braden. Muss sie ihre Freundschaft riskieren, um die große Liebe zu finden?

Cover


Das Cover ist ja klassisch Contemporary. Ein Junge, ein Mädchen und die Andeutung eines Sonnenunterganges - unspektakulär, aber süß.

Zum Inhalt


Nachdem ich bereits letztes Jahr drei Bücher der Autorin gelesen hatte und ihren Erzählstil sehr angenehm fand, beschloss ich ein weiteres ihrer Bücher in Angriff zu nehmen.
"On the Fence" ist ein süßer Contemporary-Roman, in dessen Zentrum die 16-jährige Charlie steht, die nach dem Tod ihrer Mutter von ihrem Vater und ihren drei älteren Brüder aufgezogen wird.
Sie ist sehr sportlich und kann mit den Jungs locker mithalten und sie schafft es auch immer wieder sie zu schlagen. Da sie ihr ganzes Leben von Männern umgeben war, sind ihre Freundschaften mit Mädchen fremd und erst durch ihren neuen Job kommt sie mit der Girly-Welt aus Mode und Make-Up so richtig in Berührung. Charlies Charakterentwicklung hat mir deshalb so gut gefallen, weil sie diese Veränderungen auch selbst möchte und nicht nur um einen Typen zu beeindrucken.
Der Teil des Buches, den ich am süßesten fand, sind die Gespräche am titelgebenden Zaun. Charlie und Braden schaffen sich hier ihre kleine Parallelwelt, wo sie über Dinge reden können, die in ihrem Leben sonst keinen Platz haben. Mit hat gut gefallen, dass bei diesen Zaungesprächen auch wirklich ernste Themen angeschnitten wurden, wie der Tod von Charlies Mum oder die Probleme, die Braden mit seinem Vater hat.
Tja, Braden... So viel Boyfriend-Potenzial, das leider nicht komplett ausgeschöpft wurde. Charlie versucht krampfhaft ihn nur als ihren Freund und 4. Bruder zu sehen und so wiederholen sich immer wieder die selben Beschreibungen seines Aussehens und seines Charakters. Auch hat mir das ewige Hin und Her zwischen Charlie und Braden nicht so gut gefallen. Dieses "Ich will unsere Freundschaft nicht riskieren" ist grundsätzlich zwar verständlich, ging mir aber trotzdem schwer auf den Keks. Ein paar Seiten weniger Drama wären da vielleicht besser gewesen.
Aber es gab auch viele Sachen, die ich richtig toll fand. Linda, Amber und Skye sind in dieser Geschichte der weibliche Gegenpol zu Charlies Familie. Es entwickeln sich langsam echte Freundschaften und Charlie lernt, dass eine Balance zwischen ihren alten und ihren neuen Freunden kein Ding der Unmöglichkeit ist. Mir hat gut gefallen, dass das ganze nicht so Schlag auf Schlag ging, sondern Charlie Zeit brauchte um sich an die Frauen in ihrem Leben zu gewöhnen.

Fazit


"On the Fence" ist ein süßer Roman, der mich zwar gut unterhalten, aber nicht begeistern, konnte. Die sympathischen Charaktere retten dabei eine etwas vorhersehbare Story, die auch mit etwas weniger Drama ausgekommen wäre.

 

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