Mittwoch, 12. August 2015

Rezension! Wanderer - Sand der Zeit - Amelie Murmann



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Infos


Verlag: Impress
Seiten: 360
Erscheinungsjahr: 2014
Folgebände:
Wanderer - Hüter der Zeit (2015)

Der Lebenstraum der sechzehnjährigen Emilia lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: »Palaestra Viatorum« – die renommierte Internatsschule, in der nur die Besten der Besten aufgenommen werden. Leider hapert es in Emilias sonst perfektem Zeugnis an der Kunstnote, auf die gerade diese Schule ganz besonderen Wert zu legen scheint. Doch dann trifft Emilia ausgerechnet in einer Kunstgalerie auf Max, den stellvertretenden Schulsprecher der Institution, und zwar nachdem er gerade durch ein modernes Gemälde gesprungen ist... Emilia traut ihren Augen nicht. Als sie dann noch Visionen ihrer eigenen Zukunft bekommt, scheint sich plötzlich nicht nur Max, sondern auch die Palaestra für sie zu interessieren – und lädt sie zu einer ungewöhnlichen Aufnahmeprüfung ein.

Cover


Das Cover sieht einfach toll aus, die warmen Farben, alles in einen Goldton getaucht. Ganz besonders die Sanduhr im Hintergrund und die Siluetten von Max und Emilia finde ich toll.
Ich möchte das Buch in meinen Händen halten und es würde richtig toll in meinem Bücherregal aussehen.
Lieber Verlag, bitte bring eine Printversion heraus!

Zum Inhalt


Ich entdeckte Amelie Murmann für mich bereits vor ein paar Jahren, da sie schon seit 2010 sehr erfolgreich einen Buch-Blog betreibt, den ich immer mal wieder konsultieren, wenn ich mir nicht sicher bin, ob mir ein Buch auch wirklich gefallen würde. Als dann feststand das ihr Debütroman verlegt wird, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen musste.

Emilia ist zielstrebig und lässt sich nicht von ihren Zielen abbringen. Ganz oben auf der Liste steht die Aufnahme in die Palaestra Viatorum, einer elitären Privatschule, an der nur die Besten der Besten aufgenommen werden. Allerdings steckt noch viel mehr dahinter, aber davon ahnt Emilia noch nichts, als sie in einer Galerie beobachtet, wie zwei Jungen aus einem Gemälde springen und niemand sonst das bemerkt. Emilia versucht im Laufe der Geschichte immer ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und sich nichts von anderen Personen diktieren zu lassen, was sie für mich unglaublich sympathisch machte. Sie hat keine Ahnung von ihren Fähigkeiten und auch nicht, was ihre Vergangenheit mit den Geschäften der Wanderer zu tun hat.
Max ist da das komplette Gegenteil. Er ist der begabteste Schüler an der PV und wird schon mal gerne vom Rat der Wanderer auf Solo-Missionen geschickt. Er ist mutig und diesen Mut muss er auch einige Male unter Beweis stellen, während er die verstreuten Körner des Sands der Zeit zu finden. Emilia gegenüber tritt er äußerst selbstsicher auf, teilweise schon so arrogant, das ich ihm hin und wieder gerne eine Ohrfeige verpasst hätte.
Emilia und Max sind als Protagonisten wirklich klasse, aber eine stiehlt ihnen die Show:
Elodie Elaine Kittenheim aka Kit, Emilias erste Freundin auf der PV.
Kit ist einfach großartig, eine loyale Freundin, die gerne Grenzen überschreitet. Einer meiner absoluten Lieblingsteile des Buches ist, als Kit ohne nachzudenken auf Rettungsmission aufbricht nachdem Emilia während der Schnitzeljagd verschwunden ist.
Und wenn ich von Kit schon so begeistert war, dann gibt es nur noch eine Steigerungsstufe:
Bob, der heimliche Star aller Kleiderschränke!
Aber nicht nur Emilia, Max und Kit tragen dazu bei, dass diese Geschichte so toll war, auch die restlichen Charaktere. Egal ob Florian, Anna oder Celia, jeder hat seine Aufgabe und auch die "Bösewichte" haben nachvollziehbare Motivationen, die meisten zumindest...
Amelies Art und Weise zu schreiben hat mich sofort gefesselt. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen und das Buch war fast durchgehend spannend. Die Ideen, die Amelie in das Buch einfließen lässt, sind genauso vielzählig wie großartig: Durch Gemälde zu springen, der Sand der Zeit, die Mythologie dahinter,...
Es gibt nur einen kleinen Kritikpunkt, der aber für mich nicht sehr schwerwiegend ist. Die Beziehung zwischen Emilia und Max fühlt sich etwas überstürzt an. Die kennen sich - was? zwei Wochen? - und schon sind sie unzertrennlich und Max will Emilia um jeden Preis retten.
Aber alles in allem tut dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

Fazit


Ein toller Debütroman, der vor Ideen nur so sprüht. Ich freue mich schon auf Teil 2!




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