Mittwoch, 5. August 2015

Rezensionsspecial! Lost in Stereo 1-4 - Teresa Sporrer

Tja, so kanns kommen!
Nachdem ich Dank eines Aufenthalts im Krankenhaus zwar viel Zeit zum Lesen, aber wenig zum Rezensieren hatte, hab ich beschlossen, dass ich es mir etwas leichter mache und packe 4 zusammenhängende Kurzrezensionen in einen Post.

Da ich tolle Freunde habe, die mich während meiner Krankentage mit Lesestoff versorgten, bin ich über die "Lost in Stereo"-Reihe von Teresa Sporrer gestolpert, die eine Freundin auf ihrem E-Reader hat. Solche Contemporary-Romane fallen bei mir definitiv in die Kategorie "Guilty Pleasure" und so konnte ich einfach nicht wiederstehen und hab die ersten vier Teile innerhalb weniger Tage verschlungen.

Infos:

 Verlag: Impress
Weitere Bände:
Lost in Stereo 5 - Der Rockstar in meinem Bett
Lost in Stereo 6 - Rockstars bleiben nicht zum Frühstück
Lost in Stereo 7 - Rockstars küssen besser

Verliebe dich nie in einen Rockstar

 

 Protagonistin Zoey ist schlagfertig, intelligent und leicht reizbar. Zu Anfang des Buches ist sie noch das brave Mädchen, dessen Elten ihr Leben bereits komplett geplant haben, aber das ändert sich schnell, als Zoey in der Schule einen neuen Platznachbarn bekommt. Alex ist Musiker, tätowiert und wiederholt die Klasse schon zum 2. Mal, und er versucht mit allen Mitteln Zoey dazuzubringen zu rebellieren. Was mir an Zoey so gut gefallen hat ist, dass sie sich nicht von Alex Rockstar-Gehabe beindrucken lässt, sie bildet sich ihre Meinung selbst und lässt sich dann auch nur mehr schwer von ihr abbringen. Mit ihrer sarkastischen, leicht sadistisch angehauchten Art treibt sie nicht nur Alex in den Wahnsinn, sondern sie hat mich immer wieder zum Lachen gebracht. Ein weiterer Faktor, der das Buch für mich so toll gemacht hat, sind Zoeys Freundinnen. Nell, Violet und Serena sind so herrlich durchgeknallt und erinnern mich manchmal an meine Freunde. Jede von ihnen ist etwas besonderes und ein eigenständiger Charakter. Mit Alex hingegen hatte ich anfangs einige Probleme und ich konnte ihn einen großen Teil des Buches nicht richtig einschätzen.
Die Beziehung zwischen Zoey und Alex war definitiv nicht überstürzt, was mir sehr gut gefallen hat. Ich hatte das Gefühl, dass sich Zoeys Gedanken und Gefühle nach und nach entwickelt haben und sie sich nicht von einem Moment zum anderen in Alex verliebt.
Teresa Sporrer's Schreibstil ist flüssig, locker und leicht. Es macht Spaß das Buch zu lesen und ich hatte es auch innerhalb weniger Stunden durch. 

Mein persönliches Favorite im Buch waren die vielen Songs und auch Zoeys Playliste am Ende, die sind alle auf meinem iPod gelandet.

Ja, das Buch war weder sonderlich tiefgründig noch originell, aber zum Brüllen komisch. Zoeys Gedanken und Kommentare sind so witzig, dass ich immer wieder laut los lachen musst.


Blind Date mit einem Rockstar

 

Bei diesem Buch gab es viele Dinge, die ich gut fand, leider aber auch einige, die nicht so gut liefen.
Serena war als Protagonistin wie gewohnt ziemlich verrückt und leicht emotional instabil. Es ist schon verständlich, dass Simon ihr das Herz gebrochen hat und sie deshalb verletzt ist, aber Serena verleiht dem Begriff "Dramaqueen" eine ganz neue Bedeutung. Sie schwankt zwischen Liebe und Hass so stark hin und her, dass mir beim Lesen beinahe schwindlig wurde. 
Von Simon konnte ich mir das ganze Buch über nie wirklich ein Bild machen, denn bei Serena drehte sich immer alles um die Vergangenheit, so dass sich sein Charakter erst in den letzten paar Kapiteln gezeigt hat.
Die Mädels rund um Serena sind immer noch genau so klasse wie im ersten Teil und das ist auch einer der Hauptgründe, warum mir das Buch dann doch noch ganz gut gefallen hat.
Der Schreibstil ist immer noch toll, aber nicht mehr so witzig wie noch in Band 1. Serena ist als Erzählstimme nun mal nicht so schlagfertig und bissig wie Zoey.

Ein netter 2. Teil der an den ersten leider nicht heranreicht, aber trotzdem gut unterhalten hat.


Ein Rockstar kommt selten allein

 Violet ist als Protagonistin weit weniger Dramaqueen als ihre Vorgängerinnen, was vielleicht auch an ihren empathischen Fähigkeiten liegt. Und genau diese Fähigkeiten scheinen der Grund dafür zu sein, dass sie David, Alex' Halbbruder, nach dem ersten Treffen nicht als gefühlskaltes Ekel abstempelt und einfach linksliegen lässt. Die verfressene Violet hab ich gleich in Band 1 ins Herz geschlossen, denn mit ihrer Sehnsucht nach Harmonie erinnert sie mich ein bisschen an mich selbst. Sie versucht mit allen Mitteln David zu verstehen und ihm zu helfen sein immer noch etwas zerrüttetes Leben wieder in den Griff zu kriegen, was ihr mit ihrem Talent auf Leute zuzugehen auch gelingt.
David hingegen ist sehr verschlossen, richtig abweisend, denn durch seine Vergangenheit will er niemanden zu nah an sich heran lassen.
Die Entwicklungen die Violet, David und ihre Beziehung durchmachen, waren gut geschrieben und wirkten nicht überstürzt. Sie lernten sich kennen und vertrauen und auch David entwickelt sich vom eiskalten Kerl zu jemandem, der wieder Hoffnung hatte.
Die restlichen Charaktere, die schon in den vorherigen Bänden vorkamen, sind immer noch großartig, auch wenn ich Violets Nervosität wegen der Reaktion auf ihre Beziehung zu David durchaus verstehen kann.
Da Nell, Zoey und Serena in diesem Teil leider ein bisschen in den Hintergrund rückten, war mehr Platz um eine neue Figur vorzustellen.  Natalie, die Violet zufällig in einem Fast-Food-Laden traf, fand ich sofort sympathisch, da sie etwas frischen Wind in die Clique brachte.

Alles in allem war es ein netter Roman, in dem man sich einige Stunden verlieren kann.


Rockstar weiblich sucht


 Willkommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten!
Diesmal erzählt Natalie ihre Geschichte und das ist einmal eine nette Abwechslung. Nicht nur wird Salzburg gegen New York und die USA getauscht, auch ist es diesmal die Sichtweise des Rockstars, die im Focus liegt. Natalie hat Angst, dass sie nie nur als sie selbst geliebt werden wird, sondern als "Natalie Pearce - Rockstar". Das alles ändert sich aber als sie Zoey's großen Bruder Ian trifft und die beiden eine gefakte Beziehung eingehen, damit die Paparazzi aufhörten Gerüchte über Natalies Liebesleben zu drucken. Ich muss gestehen, ich mag diese "wir faken eine Beziehung und verlieben uns dann doch"-Geschichten und so wie Teresa Sporrer sie hier aufbaut, ist die Geschichte wirklich süß. Ian ist normal, bodenständig und ihm ist herzlich egal, dass Natalie einen etwas ungewöhnlichen Beruf hat. 
Neben den schon bekannten Charakteren trifft man auch Natalies Band, für die Lost in Stereo als Support gebucht ist. Das Aufeinandertreffen von Zoey & Co mit Brandon, Jack & Nigel sorgt dabei immer wieder für witzige Situationen.

Natalies Geschichte ist genauso witzig wie ihre Vorgänger und macht richtig Spaß beim Lesen.


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