Montag, 8. Februar 2016

Rezension! In the Woods - Tana French


Infos


Deutscher Titel: Grabesgrün
Verlag: Hodder & Stroughton
Seiten: 496
Erscheinungsjahr: 2007

Wahr sind nur die Lügen
Wer bringt ein kleines Mädchen um und bahrt es auf dem Opferaltar einer Ausgrabungsstätte auf? Jede Spur, die die beiden jungen Dubliner Ermittler Rob Ryan und Cassie Maddox verfolgen, führt sie nur tiefer in ein Dickicht, in dem sich alle Gewissheiten in ihr Gegenteil verkehren. Und keiner darf erfahren, dass Rob vor vielen Jahren selbst etwas Furchtbares erlebt hat – im Wald bei ebenjener Ausgrabungsstätte …


 Cover


Das englische Cover gefällt mir sehr gut, auch wenn bei mir ein wenig der Eindruck erweckt wurde, dass es sich hier mehr um eine Horror- als um eine klassische Kriminalgeschichte handelt.
Ganz besonders der Untertitel "Something is Waiting" gefällt mir besonders gut. Mich überkam auch gleich dieses Gefühl von Spannung und Unheil.


Zum Inhalt


"In the Woods" ist der erste Teil der "Dublin Murder Squad"-Serie der amerikanisch-italienischen Autorin Tana French und ist 2007 zum ersten Mal erschienen.
Als ich das Buch in der Bibliothek zum ersten Mal in die Hand nahm, war ich auf der Suche nach etwas Abwechslung, nach dem ich in letzter Zeit vermehrt ins YoungAdult-Regal gegriffen hab.
Und Abwechslung hab ich bekommen!

Dinge, die ich mochte:

 + Handlungsort:
Seitdem ich 2008 zum ersten Mal nach Dublin flog, habe ich ein Faible für Irland entwickelt und wenn mir dann ein Buch, das an Orten spielt, die ich bereits kenne, spielt, in die Hände fällt, freut mich das umso mehr. 
Tana French beschreibt die Orte und auch ihre Bewohner sehr liebevoll und alles wirkt sehr gut ausgearbeitet.

 + Protagonisten:
Ich hab ja schon einige Krimis gelesen und meistens hatte ich meine Probleme nicht mit der etwas an den Haaren herbeigezogenen Story, sondern damit, dass ich keinerlei Emotionen für die Hauptcharaktere entwickelt habe. Ihre Geschichte war mir komplett egal, für mich zählte nur, dass der Fall auf möglichst spektakuläre Weise aufgeklärt wird.
Bei "In the Woods" ist das ganz anders. Rob Ryan und Cassie Maddox sind dreidimensionale Charaktere mit Stärken und Schwächen und einer überzeugenden Hintergrundgeschichte.
Besonders Rob ist mir ans Herz gewachsen. Ich hab richtig mit ihm mitgelitten, als er bei der Aufklärung immer wieder über Erinnerungsfetzen stolpert und dann doch nie ganz sicher sein kann, ob ihn seine Erinnerungen nicht doch täuschen.
Ich war gegen Ende des Buches richtig traurig und zwar nicht weil er als trauriger Schluss angelegt war, sondern weil ich so sehr mit den Charakteren mitfühlen konnte.

+ Fall:
Der Fall war gut konstruiert und auch die Auflösung war nicht vorhersehbar und gut nachzuvollziehen. Wenn mich irgendwer mitten im Buch gefragt hätte, wer der Täter ist, hätte ich keine Antwort geben können, obwohl ich bei den meisten Krimiserien da meist schon mit meiner Vermutung richtig liege.

Dinge, die ich nicht mochte:

- Das Ende:
Ich möchte hier nicht spoilern!
Über das Ende wurde auf Buch-Community-Seiten schon heftig diskutiert und ich kann sagen, dass ich vom Ende zwar nicht durchgehend enttäuscht bin, aber mir persönlich sind zu viele Fragen offengeblieben. Auch das in Band 2 Rob Ryan anscheinend nicht mehr mit von der Partie ist, macht es mir nicht leichter.

Fazit


"In the Woods" ist ein erstklassischer Psychothriller, dessen Charaktere mir ans Herz gewachsen sind, und dessen einziger Fehler ein etwas zu offenes Ende ist.


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