Samstag, 9. Juli 2016

Rezension! Die Magie zwischen den Zeilen - Stefanie Hasse

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Infos

Verlag: Carlsen Impress
Seiten: 249
Erscheinungsjahr: 2015

Inhaltsangabe
Wenn die Menschen nur wüssten, wie gefährlich das Bücherlesen ist, wäre Lins Job um einiges leichter. Aber leider verlieben sich tagtäglich junge Frauen in ihre Romanfiguren und ahnen dabei nicht, dass sie ihnen mit jedem schwärmerischen Seufzer ein wenig mehr Leben einhauchen – bis die Protagonisten aus den Bücher heraustreten, die Stadt unsicher machen und Lin sie wieder einfangen muss. Die unwiderstehlichen Vampire, die muskulösen Außerirdischen, die Gitarre spielenden Bad Boys … Als Wächterin der Bibliotheca Elementara kennt Lin sie alle persönlich. Alle außer Zacharias, den Protagonisten ihres Lieblingsbuchs "Otherside", das sie entgegen aller Wächterregeln heimlich liest. Dabei ist er der einzige Romanheld, den sie gerne einmal kennenlernen würde …

 Cover

Es gefällt mir sehr gut. Die Schrift, die Farben und die Buchstaben im Hintergrund harmonieren toll.

Zum Inhalt

  
Dinge, die ich mochte

+ Lin & Ric & all die anderen:
Ein Pluspunkt der Geschichte sind die tollen Charaktere, die das Buch bevölkern. Man merkt beim Lesen, dass die Autorin versucht, jedem seinen Anteil an der Geschichte zu geben. Das gelingt auf etwa 250 Seiten leider nicht immer. Ich hätte mir einfach mehr Infos über Peter, Coral und die anderen in der Bibliotheca Elementara gewünscht. Lin und Ric fand ich super sympathisch und ich hab ihr ewiges Necken beim Lesen sehr genossen.

+ Die Idee:
Stefanie Hasses Idee ist schlicht und einfach klasse. Wer hat sich denn noch nie gewünscht (hier bitte bevorzugte Buchschwärmerei einfügen) aus seiner Geschichte herauszuträumen. Das alles ist in Lin's Welt Realität, wenn auch anders als gedacht. Als Wächterin muss sie die entlaufenen Buchcharaktere fangen udn in ihre Welt zurückschicken. 
Ich habe mich beim Lesen immer wieder gefreut, wenn ich einen Hinweis auf eines der Jugendbücher entdeckt habe, die ich auch gelesen und geliebt habe. 

+ Liebesgeschichte:
Was mir daran gefällt ist, dass es sich hierbei nicht um eine Dreiecksgeschichte, wie ich es mir erwartet hatte, handelt. Ja, es gibt einige Szenen in denen man das Gefühl hat, ein klassisches Liebesdreieck serviert zu bekommen, aber das alles löst sich schnell auf und Lin weiß, wen sie in ihr Herz lässt. 
Ric mochte ich von Anfang an, auch wenn er wie der klassische, beziehungsscheue, sarkastische Romanheld daherkommt. Seine Beziehung zu Lin ist kompliziert und die beiden müssen einige Kommunikationsschwierigkeiten überwinden bevor sie zusammen finden. 
Was mir daran besonders gut gefällt ist, dass es sich um keine Insta-Love-Geschichte handelt, da sich die beiden schon lange kennen und schon vor einiger Zeit verliebt haben.

Dinge, die ich nicht mochte

-Schreibstil
Der Schriebstil der Autorin ist zwar locker-leicht und das Buch schwindet nur so dahin, aber die Charakterisierung ihrer Figuren macht es mir schwer, sie als Anfang 20 zu sehen. Für mich wirkte es eher so, als ob eien Hand voll Teenager auf die Jagd nach den Seelenlosen geschickt wurden.

-Weltenbau
Ich hätte gerne mehr über das System hinter der Bibliotheca Elementara erfahren. 
Wer sind die Bibliothekare?
Was für eine Aufgabe haben die Archivare?
Wer steht den Wächtern vor?
Alles Fragen, bei denen ich hoffe, dass sie in Band 2 geklärt werden.

Fazit

Eine spannende Idee und sympathische Charaktere machen aus "Die Magie zwischen den Zeilen" ein tolles Buch für zwischendurch.

 
 

Rezension! Glass Sword - Victoria Aveyard




Infos

 Deutscher Titel: Gläsernes Schwert
Verlag: Harper Teen
Seiten: 444
Erscheinungsjahr: 2016

Inhaltsangabe
In letzter Sekunde wurden Mare und Prinz Cal von der Scharlachroten Garde aus der Todesarena gerettet. Die Rebellen hoffen, mit Hilfe der beiden den Kampf gegen die Silber-Herrschaft zu gewinnen. Doch Mare hat eigene Pläne. Gemeinsam mit Cal will sie diejenigen aufspüren, die sind wie sie: Rote mit besonderen Silber-Fähigkeiten. Denn auch der neue König der Silbernen, ihr einstiger Verlobter, hat es auf diese Menschen abgesehen. Aber schnell wird klar, dass er eigentlich nur eins will – und zwar um jeden Preis: Mare.

Cover

Das Cover ist wieder ein Traum. Genau wie bei Red Queen ist auch hier wieder eine in Blut getauchte Krone abgebildet. Ich kann das Cover für Band 3 gar nicht mehr erwarten.

Zum Inhalt

Dinge, die ich mochte

+ Mare:
Ja, ich mag sie immer noch als Protagonistin auch wenn sie ihre Fehler hat. Genau das macht sie für mich so greifbar. Auch ich wäre sehr misstrauisch und würde niemandem mehr trauen, wenn ich laufend von den Menschen hintergangen worden wäre, die mir am meisten bedeuten. 
Mare ist stark und trotzdem nicht vor Selbstzweifeln gefeit. Sie versucht die Beziehungen zu den Menschen, die sie liebt, aufrecht zu erhalten und sich gleichzeitig nicht in die Karten sehen zu lassen.

+ Schreibstil & Geschichte:
Victoria Aveyard's Art und Weise zu schreiben macht es einem leicht der Geschichte zu folgen und schwer das Buch aus der Hand zu legen. Die Seiten fliegen einfach so dahin, auch wenn mich die Geschichte erst in der zweiten Hälfte richtig packen konnte. 
Die Story ist gut durchdacht, trotz einiger kleiner Logiklöcher und konnte mich ein paar Mal überraschen. Nur das Ende war dabei etwas vorhersehbar.

+ Die Charaktere:
In diesem Teil trifft man wieder auf liebgewonnene Charaktere, wie Shade, Farley und Cal, aber auch auf neue Figuren, vor allem die Newbloods mit all ihren fantastischen, neuen Fähigkeiten machen es einfach Empathie mit ihnen aufzubauen. 
Nur von Maven war ich etwas enttäuscht. Er sollte der Evil Overlord sein, der den Helden immer einen Schritt voraus ist. Dabei gerät er aber so sehr in den Hintergrund, dass er erst kurz vor Schluss richtig bedrohlich wirkt.

Dinge, die ich nicht mochte

- Spannungsbogen:
Für mich war in diesem Buch leider kein durchgehender Spannungsbogen fühlbar. Es gab viele packende Passagen, doch es flaute zwischendurch immermal ab. Erst in der zweiten Hälfte konntte ich es nicht mehr aus der Hand legen, doch die ersten 200 Seiten waren eher durchwachsen.

Fazit

Glass Sword ist ein gelungener 2. Teil der Red-Queen-Reihe. Nur am Spannungsbogen gab es für mich etwas zu meckern.


Rezension! Six of Crows - Leigh Bardugo

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Infos

Deutscher Titel: Leider noch keine Infos
Verlag: Henry Holt and Company
Seiten: 465
Erscheinungsjahr: 2015

Inhaltsangabe (von mir übersetzt):
Ketterdam: ein geschäftiger Knotenpunkt des internationalen Handels, wo alles beschafft werden kann, für den richtigen Preis - und niemand weiß das besser als das kriminalistische Ausnahmetalent Kaz Brekker. Kaz wird die Chance eines tötlichen Raubes angeboten, der ihn reicher machen könnte, als er es sich je geträumt hat. Aber er kann ihn nicht alleine durchziehen....
Ein Verurteilter, getrieben von Rache...
Ein Scharfschütze, der keiner Wette widerstehen kann...
Ein Ausreißer mit einer privilegierten Vergangenheit...
Ein Spion, bekannt als The Wraith...
Eine Grischa, die ihre Magie verwendet um in den Slums zu überleben...
Ein Dieb mit einem Talent für ungewöhnliche Fluchten...
Kaz' Diebesbande sind die einzigen, die zwischen der Welt und ihrer Zerstörung stehen - wenn sie sich nicht zuvor gegenseitig umbringen.

Cover

Ich liebe dieses Cover und einfach die ganze Aufmachung des Buches. Jede Kapitelüberschrift besteht aus einer kleinen Version des Bildes vom Cover und dem Namen derjenigen Person, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird. Außerdem enthält das Buch eine Landkarte und auch die Karte des Ice Court.
Der Titel ist sehr gut gewählt und auch der Untertitel "Six dangerous outcasts, one impossible heist" macht gleich Lust auf mehr.

Zum Inhalt

"Six of Crows", geschrieben von der Amerikanischen Autorin Leigh Bardugo, erschien im September 2015 im Verlag Henry Holt and Company und ist der erste Teil einer Dilogie. Teil 2 mit dem Titel "Crooked Kingdom" wird im September 2016 erscheinen.
Mit "Six of Crows" bringt uns Leigh Bardugo zurück in die Welt der Grischa und obwohl ich mich mit den Büchern rund um Alina nicht besonders anfreunden konnte, habe ich die Abenteuer von Kaz' Diebesbande umso mehr genossen.

Dinge, die ich mochte:

+ Das Setting:
Das Buch spielt diesmal nicht im von Russland inspirierten Ravka sondern im an die Niederlande angelehnten Ketterdam, einer Hafenstadt auf der Insel Kerch. 
Die Barrels, das Vergnügungsviertel der Stadt, ist die Spielwiese der Dregs und anderer Banden, die die Stadt kontrollieren. Aber auch die Schauplätze außerhalb der Stadt und in anderen Ländern sind toll beschrieben und man wünscht sich diese Orte besuchen zu können.

+ Die Charaktere:
6 Charaktere & 5 Perspektiven - das klingt verwirrend. Doch es war nicht so. Leigh Bardugo schafft es, dass die Geschichte trotz der Perspektivwechsel weiterfließt und man jede Menge Informationen und Hintergrundgeschichten bekommt. Innerhalb kürzester Zeit habe ich die sechs in mein Herz geschlossen und auch die Dynamik zwischen ihnen war sehr spannend. Ganz besonders Nina & Matthias Geschichte hat mich bis spät nachts wachgehalten.
Kaz Brekker ist ein kriminalistisches Ausnahmetalent. Mit 17 Jahren kontrolliert er die Dregs und wird als Dirtyhands überall in der Stadt gefürchtet. Es gibt keine Situation, so ausweglos sie auch scheint, aus der er seine Leute nicht wieder herausführt.
Schonungslose Entschlossenheit war noch nie so sympathisch.
Inej's Geschichte ist tragisch. Sie ist auf der Suche nach ihrer Familie und hat sich den Dregs angeschlossen um ihr Ziel weiter zu verfolgen. Sie ist absolut tötlich, die gefürchtetste Spionin in den Barrels.
Jesper ist ein erstklassiger Scharfschütze, dessen loses Mundwerk ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringt.
Wenn es um Explosionen und Pyrotechnik geht, ist Wylan die erste Adresse. Nachdem er seinem priviligierten Leben entflohen war, schlägt er sich mehr schlecht als Recht in den Barrels durch.
Nina arbeitet in den Barrels und nutzt ihre Fähigkeiten als Grischa, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie ist meine Lieblingsfigur, denn obwohl sie in ihrem Leben so einiges mitgemacht hat, ist sie nicht grausam sondern versucht ihr Leben zu genießen. Ganz besonders ihre Beziehung zu Matthias fand ich spannend. Der Hexenjäger aus Fjerda hat es sich eigentlich zur Aufgabe gemacht Grischa zu finden und auf einem Scheiterhaufen zu verbrennen, doch bereits bei Matthias Rettung aus dem Gefängnis merkt man, dass mehr hinter der Geschichte steckt.
Ich hoffe, dass in Teil 2 die Beziehungen zwischen einigen der sechs Krähen, wie Kaz und Inej, noch näher beleuchtet werden.

+ Die Geschichte:
Der Vergleich mit Oceans 11 kommt nicht von Ungefähr. Auch hier wird ein nahezu unmöglicher Raub geplant und mit Präzension durchgeführt. Kaz ist ein Meister darin, alle Eventualitäten vorherzusehen und schafft es seinen Gegnern immer wieder ein Schnippchen zu schlagen. Wenn er zu Dirtyhands wird, müssen sich die anderen Charaktere warm anziehen.
Der Plan, den er ausheckt, ist dabei so vielschichtig, dass es bis zum Ende nicht möglich ist, alles zu durchblicken. Immer wieder habe ich gedacht, ich wüsste, was wirklich vorgeht, nur um von einer unerwarteten Wendung überrascht zu werden.

Dinge, die ich nicht mochte

 ICH HASSE CLIFFHANGER!

Fazit


"Six of Crows" hat etwas geschafft, was nur wenige Bücher in den letzten Jahren geschafft haben. Kaum hatte ich es zu Ende gelesen werden, wollte ich sofort wieder von vorne beginnen.
Absolut fesselnd.

Sonntag, 3. Juli 2016

Rezension! Miss Peregrine's Home for Peculiar Children - Ransom Riggs

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Infos

Deutscher Titel: Die Insel der besonderen Kinder
Verlag: QUIRK 
Seiten: 382
Erscheinungsjahr: 2011

Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Inzwischen ist Jacob 15 Jahre alt und kann sich kaum noch an die wunderbaren Schauergeschichten erinnern – bis zu dem Tag, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt und Jacob Hinweise darauf findet, dass es die Insel aus seinen Geschichten wirklich gibt. Der Teenager macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freunde findet, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Monster sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt…

Cover

Das Cover passt sehr gut. Das kleine Mädchen, das über dem Boden zu schweben scheint, stimmt gleich auf die Geschichte rund um die besonderen Kinder ein.

Zum Inhalt

"Miss Peregrine's Home for Peculiar Children" ist Ransom Riggs' erster Roman und 2011 im QUIRK Verlag erschienen.

Dinge, die ich mochte:

+ Die Idee:
Ransom Riggs' Idee alte, seltsame Fotografien in seine Geschichte einzubauen ist einfach genial. Ich habe mich öfters dabei erwischt, dass ich es kaum erwarten konnt, bis das nächste Foto kam. Die Bilder helfen dabei die Orte und Personen noch realer wirken zu lassen.

+ Die Charaktere:
Die Figuren und vor allem Miss Peregrine und ihre besonderen Kinder waren sehr liebevoll gezeichnet. Ich hätte mir nur etwas mehr Infomation und Tiefe für einige gewünscht. Da Jakob erst relativ spät auf das Waisenhaus stößt, konnten nicht alle seine Bewohner ausreichend charakterisiert worden.

+ Die Geschichte:
Ich fand es toll, wie verschiedene Zeitströme verbunden wurden. So ergab sich doch ein sehr rundes Gesamtbild.

Dinge, die ich nicht mochte:

- Der Schreibstil:
Ransom Riggs schreibt sehr klar und das Buch kann sehr flüssig gelesen werden. Was mich jedoch daran störte, ist, dass Jakob of Informationen während Gesprächen präsentiert wurden. Ich finde es in Büchern oft besser, wenn Dinge und Handlungen gezeigt und beschrieben und nicht erzählt werden.

- Tempo:
Hier liegt meiner Meinung das größte Problem. Es dauert sehr lange, bis ich das Gefühl hatte, dass die Geschichte richtig begonnen hatte. Bis Jakob auf der Insel angekommen ist und die Kinder getroffen hat, ist so viel Zeit vergangen, dass kaum noch Platz für den Rest des Buches bleibt. Das Ende wirkt dabei etwas übereilt, ein paar mehr Seiten Platz hätten dabei gut getan.

Fazit:

"Miss Peregrine's Home for Peculiar Children" ist ein Buch mit einer großartigen Idee, bei dem die Umsetzung nicht ganz funktioniert.



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